ZWEITE VERHANDLUNGSRUNDE 15./16. JANUAR MIT BODENLOSEM “ANGEBOT”
Ohne stichhaltige Argumente stellen sich die Arbeitgeber*innen weiter gegen die Tarifierung der studentischen Beschäftigten
JETZT HEISST ES ALLE AUF DIE STRASSE ZUM HOCHSCHULAKTIONSTAG!
Auch am Ende des zweiten Verhandlungstermins mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) schließen die Arbeitgeber*innen einen Tarifvertrag für die über 300.000 studentische Beschäftigten weiterhin kategorisch aus. Die “Gründe” diesmal: Der TVStud gefährde die Wissenschaftsfreiheit, und die Hochschulrektorenkonferenz sei dagegen. Die Kassen seien leer, die Hochschulen müssten kürzen. Deswegen gehe der TVStud zu Lasten anderer Beschäftigtengruppen. Kurzum: Wir sollen ausbaden, was sie als Politiker*innen und zugleich unsere Arbeitgeber*innen verantworten, und werden dann noch gegen unsere Kolleg*innen ausgespielt.
Das heißt, die Tariflücke soll nach wie vor bestehen bleiben. Statt sich einzugestehen, dass die schuldrechtliche Vereinbarung nur dort Wirkung entfaltet, wo die Hochschulen sie auch ernst nehmen – und das ist nur punktuell der Fall, wie wir durch parla-mentarische Anfragen und eine Studie der Universität Göttingen wissen – tun sie weiterhin so, als seien es nur Umsetzungsprobleme und ein Tarifvertrag nicht nötig.
| WIR FORDERN EINE TARIFIERUNG FÜR UNS STUDENTISCHE BESCHÄFTIGTE | Und das sagen die Arbeitgeber*innen |
|---|---|
| Einheitliches Stundenentgelt von 17€ im 1. Jahr der Beschäftigung, ab 2. Jahr: 18 €, ab 3. Jahr: 19€ (Berechnung mit Beginn des ersten Arbeitsvertrags) | Bei einer Laufzeit von 29 Monaten: – ab Sommersemester 2026: 15,06 Euro – ab Sommersemester 2027: 15,76 Euro – ab Sommersemester 2028: 16,49 Euro |
| Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten | Überlegung diese der „Realität“ von 7 bis 8 Monaten anzupassen |
| Mindeststundenumfang von 40 Stunden/Monat (Unterschreitung nur auf Antrag der*des Beschäftigten) | Auf keinen Fall soll es dazu eine Regelung geben |
WIR FORDERN EINE TARIFIERUNG FÜR UNS STUDENTISCHE BESCHÄFTIGTE!
Es braucht den Druck von uns allen, um der TdL zu zeigen, wie ernst wir es meinen. Bis zum dritten Verhandlungstermin vom 11.–13. Februar 2026 müssen wir deutlich machen: Schluss mit halben Sachen! Her mit dem Tarifvertrag!
Deshalb: Am 28. Januar 2026 gemeinsam auf die Straße zum bundesweiten #Hochschulaktionstag! Für gute Arbeits- und Studienbedingungen in einer bedarfsgerecht finanzierten Hochschule – dafür machen wir Druck! Gebt den Hochschulen und der TdL Konter!
Die Planung und Bildung lokaler Bündnisse läuft auf Hochtouren. Wenn ihr den Aktionstag auch zum Streiktag machen wollt müsst ihr jetzt auf eure hauptamtlichen Kolleg*innen in ver.di und GEW zugehen und dies mit ihnen absprechen. Am Ende braucht es einen Aufruf unserer Gewerkschaften zum Streik, wenn ihr zusammen mit vielen Kolleg*innen in anderen Städten am 28.01.2026 die Arbeit niederlegen wollt.
Alle Infos zu Aktionen in deiner Stadt findest du hier! Die Liste wird laufend ergänzt.
Das vollständige PDF mit Eindrücken aus der Verhandlungskommission findest du hier.